Pleiten, Pech & #karobelike – lustige Anekdoten aus meinem Leben

Wie oft habe ich mir schon sagen lassen „Karo bitte schreibe dir deine lustigsten Geschichten auf, damit du sie ja nicht vergisst. Die sind der Renner!“

Ein richtig guter Tipp, denn mein Hirn ist teilweise wie ein Nudelsieb: Informationen sind für kurze Zeit drin und dann verloren im Universum der Vergesslichkeit. In meinen 35 Jahren habe ich schon soviel Blödsinn angestellt und soviele witzige Situationen durchlebt, dass die Hälfte davon mir bereits entfallen ist. Meine beste Freundin kramt die besten Stories immer aus der Versenkung heraus und in den meisten Fällen schaue ich sie mit großen Augen an, weil ich nicht wahrhaben kann, dass wirklich mir so etwas widerfahren konnte. Aus diesem Grund habe ich mich jetzt dazu entschlossen, drei witzige Anekdoten, an die ich mich noch halbwegs erinnern kann, für euch nieder zuschreiben.

Viel Spaß beim Lesen – es ist erlaubt, euch auf meine Kosten zu amüsieren.

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Lacher Nummer 1: Warum die Polizei mich im Car2Go aufgehalten hat

2017 war mein Car2Go Jahr. Ich war mit dem kleinen Flitzi überall unterwegs. Ist zwar nicht wirklich günstig das Teil, insbesondere wenn man die netten Staufahrten in Wien einrechnet, aber die Inbetriebnahme funktioniert sehr einfach. Man registriert sich mit der App, lässt sich direkt in der Zentrale vor Ort freischalten, sucht das nächste Car2Go und los geht die Fahrt. Wie gesagt sehr praktisch so ein kleiner Smart. Eines Tages war ich mit der lieben Meli unterwegs – die kennt ihr ja bereits als meine Outfit Fotografin hehe ? – und nachdem sie das Car2Go System nicht kannte, wollte sie unbedingt mit mir mitfahren. Nachdem ihre Wohnung auf meinem Heimweg liegt sprach nichts dagegen sie mitzunehmen und wir machten uns auf die Suche nach einem Flitzi. Schnell die App gecheckt und gleich das näheste Car2go reserviert. Im Auto zeigte ich ihr die wichtigsten Funktionen und schon ging es ans Ausparken. Absolut kein Problem, die Ausparklichter gingen an und ich manövrierte den kleinen Flitzer aus der Parklücke. Es war bereits Abends und dunkel – merkt euch diesen Teil! – und wir natürlich vertieft in ein Gespräch. Die Fahrt verlief soweit reibungslos bis zu dem Zeitpunkt, als wir bei der Burggasse Richtung Stadthalle rechts abbiegen wollten. Ich wartete bis die Fußgänger die Straße überquerten und fuhr weiter als auf einmal neben mir ein Polizei Auto mit Licht auftauchte und mir deutete ich möge umgehend rechts ranfahren. Meli und ich waren natürlich total verdutzt, blieben bei der Stadthalle stehen und warteten bis die Polizisten zu uns rüber kamen. Plötzlich schaut sie mich an und fragt: „Sag Karo, bist du jetzt die ganze Zeit ohne Licht gefahren?!“ Und ich so: Nein!!! Wie kann das denn sein, wir haben beim Ausparken doch ein Licht gesehen? Sonst hätte ich ja im Dunkeln nicht gesehen, wie ich aus der Parklücke rauskomme!?“ im selben Moment stehen die uniformierten Herrschaften beim Auto und wollen, dass ich das Fenster runterlasse. „Haben Sie nicht gesehen, dass wir bereits die ganze Zeit neben Ihnen gefahren sind?“

In mir bricht die Panik aus und kaum ist das Fenster unten texte ich die Polizistin gleich zu: „OMG! Bin ich jetzt wirklich ohne Licht gefahren?? Ich verstehe nicht, wie das passieren konnte. Wir mussten uns ausparken und da war noch ein Licht!“ Ich rede und rede und rede und lasse die Dame gar nicht zu Wort kommen haha bis sie irgendwann meint „Fahrzeugkontrolle. Haben Sie etwas getrunken? Bitte Führerschein und Ausweis. Mein Kollege holt gleich den Alkotest.“

Alles klar kein Problem, machen wir gleich, denke ich mir… schließlich habe ich nichts getrunken, also kann sie mir hier auch nichts nachweisen. Alles easy cheasy .. mhm bis zu dem Zeitpunkt, als ich meine Geldbörse aufmache, um meinen Führerschein rauszuholen. Meine Geldbörse ist leer: kein Führerschein, kein Ausweis, keine Bankomatkarte. Na großartig! Ich sehe mich schon in den Knast wandern. Dicke fette Schlagzeile leuchtet vom Titelblatt der Heute: „Unbetrunkene Polin wegen fehlerhafter Autofahrt  mit einem Car2Go festgenommen. Unbetrunkene Polin vergisst, die Scheinwerfer im Car2Go aufzudrehen.“

Noch panischer versuche ich der Polizistin meine Situation zu erklären, und zwar dass ich am Vortag auf einem Konzert war, da natürlich meine Sachen umgeschichtet habe, weil ich eine andere Tasche mithatte und grad keine Möglichkeit habe nachzuweisen, wer ich bin. Meli sitzt nur regungslos mit großen Augen daneben. Daraufhin meint die Polizistin: „Sie müssen ja bei Car2Go registriert sein, sonst würden sie ja mit dem Auto nicht fahren können, richtig?“ „Jaja, genau!“ Nun dann zeigen sie mir mal, was in der App drinnen steht.“ „Ja kein Problem.“ Natürlich steht in der App nur mein Name drin, die Bankverbindung sowie der Führerschein sind nicht angeführt. Ok ich sehe schon, Meli wird Zeugin meiner Abführung. Haha … die Situation war schon so abstrakt, dass ich wirklich nicht mehr wusste, ob ich weinen oder lachen soll. Ich war schon so fertig mit den Nerven, dass ich mich auf das Schlimmste gefasst machte. Zusätzlich zur Knastsession würde ich sicherlich eine bombastische Strafe bekommen.

Die beiden Polizisten waren ziemlich jung und hatten scheinbar so viel Mitleid mit mir, dass sie aufeinmal meinten: „Fahren sie jetzt bitte weiter, aber drehen sie zuerst das Licht auf! Und fahren sie vorsichtig!“ Meli und ich schauten uns an, bedankten uns und fuhren eine Gasse weiter, um dann aus dem Auto auszusteigen und sich ganz dezent eine Zigarette anzurauchen. Ich zitterte nicht nur am ganzen Körper, ich packte die ganze Situation gar nicht. Wir ließen das ganze nochmals Revue passieren und kriegten plötzlich so einen Lachflash, dass uns die Tränen kamen. Soviel zu Melis erster und wahrscheinlich auch letzter Fahrt mit einem Car2go Flitzi. Und ich? Tja, ich wäre wohl nicht #karobelike, wenn nicht eine weitere lachhafte Situation mit einem Car2Go passieren würde.

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Lacher Nummer 2: Die Abschleppung eines Car2Go

Car2Go und ich haben ein sehr interessantes Verhältnis zu einander. Wir können nicht mit, aber auch nicht ohne einander haha.

Eines Tages während des Arbeitens kriege ich aufeinmal ein Email von Car2Go mit folgender Meldung: „Vielen Dank, dass Sie die Fahrt gebucht haben. der Betrag von 300€ wird Ihnen in den nächsten Tagen vom Konto abgebucht.“ Ich lese die Mail und denke mir, was zum Geier?! Irgendjemand hat meine App gehackt und hat sich jetzt beinhart einen Schlitten organisiert und hat ganz dezent unter meinem Namen eine Spritztour gemacht. Nachdem ich die ganze Zeit im Büro auf und abgerannt bin und keinen klaren Gedanken fassen konnte, hat mich mein Kollege versucht zu beruhigen. Ich möge mich doch bitte online bei Car2Go anmelden, damit wir nachschauen können, was das für eine Fahrt ist. Gegebenenfalls gleich eine Anzeige aufgeben. Er hat schon brav die Seite aufgerufen und mich gebeten mich einzuloggen. Danach rief er die Rechnung auf, wo der Vermerk „Abschleppdienst“ dabei stand. In dem Moment fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Wie dumm von mir, ich habe beinhart darauf vergessen, dass vor einem halben Jahr, ein von mir benutztes Car2Go abgeschleppt wurde und jetzt der Betrag abgebucht werden sollte.

Zu der Geschichte: vor einem halben Jahr war ich ziemlich krank, weswegen ich wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt nicht ganz zurechnungsfähig war, als ich mich von der Ärztin auf den Heimweg machte. Nachdem ich sonst immer Schwierigkeiten hatte Car2Gos zu finden, weil sie immer so schnell belegt sind, habe ich mir natürlich nichts dabei gedacht, als ich den Flitzi damals in der Ladezone vom Billa einparkte. Schlussendlich würde er ja nicht ewig da stehen bleiben, da die Nachfrage danach immer sehr groß ist. So gesehen würde das Auto sicherlich nicht länger als 10 Minuten in der Ladezone stehen bleiben – so meine Vorstellung. Zwei Wochen später folgte dann ein Email mit einer Anzeige, dass genau dieses Car2Go abgeschleppt werden musste und ich die Kosten zu tragen habe. Nachdem eine Ratenzahlung bei diesem Unternehmen nicht möglich ist, habe ich vereinbart, dass ich mir monatlich einen Betrag zurechtlegen werde und sie den Gesamtbetrag ein halbes Jahr später abbuchen sollen. Tja und leider Gottes entfiel mir das Ganze, wie bereits oben erwähnt, ich habe ein Hirn wie ein Nudelsieb. Hätte ich mir es mir irgendwo aufgeschrieben, dann hätte es wohl keine #karobelike Eskalation gegeben. ?

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Lacher Nummer 3: Haare blondieren ohne Blondierungsmittel

Habt ihr schon mal versucht euch selbst Balayage Haare zu färben? Nein? Ich auch nicht. Bis vor ein paar Tagen. Ich hatte plötzlich den Drang mir selbst die Haare zu färben, und das obwohl ich mich seit Jahren nicht mehr getraut habe in irgendeiner Form meine Haare selbst zu färben. Zu viele Fails habe ich bereits in den Zwanzigern durchlebt: von Rot auf Pumuckl Orange, von Weißblond mit grünem Stich bis hin zu Schwarz. Meine Haare sind so massakriert worden, dass es mich wundert, dass ich zu dem Zeitpunkt überhaupt noch Haare am Kopf hatte. Die danach folgenden Rettungsaktionen von Frisören waren demnach sehr kostspielig, um mich wieder wie einen Menschen aussehen zu lassen. Aber gut, dass war in meinen Zwanzigern, ich habe sicherlich draus gelernt und würde die Balayage Methode mit Hilfe von einem Youtube Tutorial sehr gut hinbekommen. Motivation ist alles, habe ich mir sagen lassen! Haha

Ich habe also ein DIY Tutorial für selber Färben herausgesucht und mich an die Arbeit gemacht. Die Blondierungsverpackung beinhaltete 5 Elemente, die sogar beschriftet waren. In meinem Konzentrationswahn war ich so mit dem Video beschäftigt, dass ich einfach vergessen habe, das wichtigste Mittel beizumischen, welches für die Aufhellung der Haare verantwortlich wäre: das Blondierungsmittel. Nachdem ich klugerweise die Färbung am Balkon durchnahm, fiel mir das Mittel auch gar nicht wirklich auf. Ich dachte lediglich in dieser Verpackung seien feuchte Tücher, die ich fürs Abwischen nach dem Färben brauchen würde. Wie auch immer ich auf diesen Gedanken gekommen bin, denn ich habe bis jetzt noch nie erlebt, dass irgendeine Färbungsverpackung feuchte Tücher in einer Blondierungsroutine dabei hätte. Aber gut. Nach einer halben Stunde Einwirkzeit konnte ich noch immer keinen Unterschied feststellen und habe eine weitere Verpackung aufgemacht um mir das Deckhaar zu färben. Da hier die Farbe irrsinnig schnell griff und ich Angst davor hatte, wie ein Kasperl auszuschauen ging ich mir mal die Haare waschen. Nach dem Föhnen musste ich feststellen, dass die Blondierung nicht meinen Vorstellungen entsprach, denn es war wirklich kein Unterschied sichtbar. Und normalerweise reagiert mein feines Haar extrem schnell. Gut, dass ich noch ziemlich viel von dem Produkt hatte, also konnte ich ein zweites Mal drüber gehen. Auch da fiel mir nicht auf, dass vielleicht ein sehr wichtiges Bindemittel fehlen könnte, um die Haare aufzuhellen. Ich hatte zwar das Gefühl, dass sich ein bisschen was verändert hätte und dass meine Spitzen eine Spur heller geworden sind, aber das kann auch gut möglich an meiner Einbildung liegen.

Am nächsten Tag als ich aufwachte und mir einen Kaffee machte blieb ich an meiner Bar stehen und dachte mir „Ha, die Feuchttücher habe ich ja gar nicht verwendet.“ Um sicher zu gehen, habe ich mir den Text auf der Verpackung durchgelesen. Nur stand da leichter nichts von feuchten Tüchern. Das war lediglich das Blondierungsmittel, welches ausschlaggebend dafür gewesen wäre, dass meine Haare heller werden. Dieser Moment war göttlich. Ich alleine mit Vogi zu Hause lache Tränen und kriege mich nicht mehr ein. Natürlich habe ich überlegt, ob ich jemanden von dieser Geschichte erzählen soll, insbesondere da ich ganz brav alle darüber informiert habe, dass die Balayage Färbung bei mir nichts gebracht hätte. Aber ich wäre ja schließlich nicht #karobelike, wenn ich solche Stories für mich behalten würde.

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Das waren jetzt mal drei lustige Geschichten aus meinem Leben #storyofmylife und ich kann euch eins garantieren, das waren nicht die einzigen. Ich habe noch viele mehr auf Lager, nur das würde jetzt den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Habt ihr selbst auch solche Situationen, wo ihr euch nur auf den Kopf greifen könnt? Wenn ja, schreibt sie mir unbedingt in die Kommentare!!!! ?

xoxo Karo

 

Die Fotos von Justyna und mir sind übrigens 2017 beim Kunstwochenende in der Semperitfabrik entstanden. Mehr dazu findet ihr im Beitrag von Mitten in Wien.

~ Credits ~ Fotos & Editing: Meli

 

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0 thoughts on “Pleiten, Pech & #karobelike – lustige Anekdoten aus meinem Leben

  1. Liebe Karo,

    haha … ich bin auch Meisterin von solchen Geschichten, die sonst niemand glaubt und auch niemanden passieren. Hab mich aber amüsiert mal nicht selbst im Mittelpunkt diese Geschichten zu stehen ;-).

    Liebe Grüße
    Verena

  2. einfach immer wieder amüsant solche Geschichten zu lesen … uns passieren ja allerhand solcher Pannen und zu was wenn nicht zum erzählen und drüber lachen, sind die gut?! 🙂

    deine Verbindung zum Car2Go muss wirklich eine ganz besondere sein 😉
    und das mit dem Blondieren hätte glatt von mir kommen können!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  3. Oh Mann, ich bin so froh, dass nicht nur mir immer solche verrückten Stories passieren! Jetzt sollte ich wohl mal Deinem Beispiel folgen und sowas ebenfalls aufschreiben. 😉 Die Car2Go Stories waren der Kracher – sehr nette Polizisten!

    Liebe Grüße
    Sara | missesviolet

  4. Oh Mann, ich bin so froh, dass nicht nur mir immer solche verrückten Stories passieren! Jetzt sollte ich wohl mal Deinem Beispiel folgen und sowas ebenfalls aufschreiben. 😉 Die Car2Go Stories waren der Kracher – sehr nette Polizisten!

    Liebe Grüße
    Sara | missesviolet

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